Den Wurzeln am Haus geht es an den Kragen

Wie man auf diesem Bild noch gut sehen kann, waren die Bäume bis an meine Mauern ran gewachsen.

Also wurden Sie gefällt und meine Mauern begannen wieder zu atmen. Zu Schluß mußten nun die Baumwurzeln noch weg.

Das machte ein Unternehmen aus Loquard. Der Garten und Landschaftsbauer Edwin von Damme rollte mit dem Bagger an und ging dem Wurzelwerk zu Leibe.

An Ende wurden alles Wurzelwerk abtransporiert. Das war ein echt harter Job wenn man sich ansieht wie viele und wie mächtig die Bäume sich am Haus ausgebreitet hatten.

 

Der Abruch der Scheune - Rege Anteilnahme der Nachbran und Hilfsangebote

Das alte Dach der Scheune. Morsche und marode Balken, freiliegende Ziegel. Das muss alles abgerissen werden, denn jede Bewegung darunter ist lebensgefährlich.  Mit viel Mut, einer Leiter und der Kettensäge von Paul geht es zur Sache. Inzwischen kamen schon einige Loquarder vorbei, denn auf dem Postweg herrscht buntes Treiben. Von der Warf rund um die Kirche gehen viele zur Landstraße und führen ihre Hunde aus oder kaufen am Fisch- oder Metzgerwagen ein.

Mit ihrem freundlichen "Moin" bleiben sie am Zaun stehen und erkundigen sich, was hier geschieht, nach so vielen Jahren Leerstand

Als sie hören, das Haus habe endlich einen neuen Besitzer, zeigen sie sich sehr froh und sehr freundlich. Der Tenor ist zwar skeptisch, jedoch als sie hören, daß das Gebäude wieder aufgebaut wird, kommt auch viel Zuspruch - im Sinne -  "Endlich passiert etwas".

Unter anderem gibt es ungemein viele Hilfsangebote und Unterstützung. Ob Werkzeug oder Strom, die Nachbarn wollen helfen.

Zuerst einmal werden die wilden Weiden gefällt, damit man überhaupt zu den Mauern vordringen kann. Dann tragen wir die ersten Ziegel ab.

 

 

Dachboden

Der Dachboden sieht noch sehr wüst aus. Hier befinden sich mehrere ehemalige Wohnkammern und Verschläge, die darauf hinweisen, das hier früher einmal Gästezimmer waren.

Eines davon ist ein Raum, wie wir von Andy (Loquarder Junge) in einem Gespräch nach ein paar "Charly" (Spezialgetränk der Loquarder Feuerwehr beim Osterfeuer) erfahren haben, der von der Dorfjugend vor 20 Jahren für 50 DM monatlich als abendlicher Treffpunkt genutzt wurde.

Das Dach wurde vor 10 Jahren mit Glaswolle isoliert, die aber inzwischen von den Balken herunter hängt. Im Bereich des WC Gebäudes ist das Dach offen und der Boden nach unten durchgebrochen, weil Wasser eindringt.

Im Bereich angrenzend an die alte  Scheune sind die Bodenbretter offen. Mann kann in den darunter liegenden Raum blicken. Der Dachstuhl ist nach oben hin offen.

Hier muss erst einmal alles komplett geräumt werden und das Dach wieder verschlossen werden. Der komplette Dachboden muss entsorgt und gereinigt werden.

Nach der Sanierung wird es hier ein Atelier und einen Ausstellungsraum für Kunst und Malerei geben. Wenn das Licht und die Räume stimmen, wird es hier in den historischen Mauern unter dem Dach eines Tages Ausstellungen oder Lesungen geben.

 

Kellerschwamm in der Upkammer

Der 1.70 m tiefe Keller, eine sogenannte Upkammer ist voll Wasser gelaufen. Die Balken und das Deckenholz sind mit braunem Kellerschwamm bedeckt. Der Zugang ist zugeschüttet.

Bei der Sanierung wird der Keller entfeuchtet und das komplette Holz entsorgt. Die Mauern werden behandelt und anschließend wird die Upkammer komplett verdichtet.

 

 

Die letzten Scheunenreste fallen mit hartem Einsatz

Ende April ist ein erster Schritt getan

Mit viel Einsatz wurden die Bäume rings um die alte Scheune gefällt und alle alten Möbel aus dem Haus entfernt.

Nach sechs Tagen ist die Scheune mit Dach und die darunter liegenden Mauern eingerissen. Alle alten Balken wurden aufgeschichtet, die alten Ziegel von Mörtelresten befreit und aufgestapelt.

Bei drei Fenstern in der Gaststätte wurden die Holzbretter entfernt und die Öffnungen mit Plexiglas versehen, damit man im inneren Licht hat. Die Dachrinnen wurden von Gras und jungen Bäumen befreit. Der linke Dachgiebel zur Scheune ist freigestellt und alle Einsturzgefahren sind beseitigt.

Das Überbleibsel der Scheune unter dem Dach links ist mit Stützen gegen Einsturz gesichert.

Es donnert und kracht im Haus

Eine aufregende Woche vom 8.-11. Mai . Im Augenblick ist viel Lärm in meinen Mauern. Es donnert und kracht. Viele alte Holzteile, Schutt und eingestürzte Mauerteile werden entfernt. Das ist mächtig laut.

Loquarder Jungs schauen mal rein

Es ist so schön  endlich wieder Stimmen im Haus zu hören. Im laufe des Tages kamen ein paar Loquarder zu Besuch und erzählten meinem neuen Besitzer alte Geschichten.  Der Andy A. hat nämlich einen Teil seiner Jugend mit seinen Kumpels auf dem Dachboden in einer gemieteten Kammer verbracht. Für 50,- DM war man damals Untermieter mit eigenem Eingang. In den Wänden sind noch Band Namen, wie Nirwana eingeritzt. Die Loquarder Jugend fand das hier richtig gut und gesellig.

"Da stand ein Sofa, ein Tisch und ein Fernseher und wenn man sich schon mal zu zehn Jungs traf, war es eng, aber gemütlich," meint Andy und sieht sich im Raum um.

"Ok!", meint der 1,90 m  große Hüne und schaut sich um, "SO KLEIN, hatte ich ihn dann doch nicht in Erinnerung, aber wir hatten immer viel Spaß!"

Holz und Schutt ohne Ende im Mai

Die gefällten Bäume müssen zerkleinert werden. Der Holzabriss muß auf einen Container  verladen werden. Der Keller, die ehemalige "Upkammer" steht unter Wasser und der Eingang muss  freigelegt und leergepumt werden. Die ersten Reparaturen an der Mauer der Nordseite sind begonnen. Es ist unglaublich,was sich in den vielen Jahren alles angesammelt hat und welche Arbeit die Natur geleistet hat. Rings um das Haus sind die Bäume und das Wurzelwerk tief in die Mauern vorgedrungen.

Im Juli wird der Boden aufgestemmt für den Gas- und Wassernschluss

Juli 2014

Dachboden im August 2014 - Alles muss weg